Veröffentlichungen
31.03.2016

bne-Jahresbericht 2015

Der bne und seine Mitgliedsunternehmen sehen sich hier als Vorreiter. Wir wissen, wir befinden uns auf dem Weg zu einem Energiesystem, in dem Versorgungssicherheit nicht mehr durch wenige Großkraftwerke, sondern durch das Zusammenspiel von Millionen miteinander vernetzten Erzeugern, Verbrauchern, Speichern und auch der Elektromobilität hergestellt wird. Diese Erkenntnis steht nicht zuletzt auch im Zentrum des künftigen Strommarktdesigns, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. Der bne begrüßt diesen Prozess ausdrücklich; steht doch der Wettbewerb um effiziente und innovative Lösungen dabei im Vordergrund.

Der Strommarkt 2.0 bietet Raum für neue Geschäftsmodelle, etwa auf dem Gebiet der Flexibilisierung. Die Debatte um das neue Marktdesign hat der bne dabei wie gewohnt konstruktiv begleitet, etwa indem wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern und als erster Branchenverband überhaupt ein Konzept zur Flexibilitätsvermarktung erarbeitet und vorgestellt haben. Neue und innovative Geschäftsmodelle wie etwa das Lastmanagement sind auf eine intelligente Infrastruktur angewiesen. Es ist daher ein wichtiger Schritt, dass die Bundesregierung für deren Aufbau mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende 2015 endlich den Rahmen vorgelegt hat. Ohne intelligentes Messen und Steuern wird es nicht gelingen, die wachsenden Mengen an wetterbedingt schwankenden Strommengen ins System zu integrieren. Dass dabei zunächst dort angesetzt werden soll, wo auch Potenzial zur Verschiebung von Lasten besteht, ist ebenfalls richtig.

Mit den Beschlüssen von Paris ist ein weiteres Thema in den Vordergrund gerückt: die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Die Klimaziele bis zum Jahr 2050 werden sich nur erreichen lassen, wenn Erneuerbare nicht auf den Stromsektor beschränkt bleiben. Das Wort von der Elektrifizierung des Energiesystems macht die Runde. Für den bne ist die Sektorkopplung eines der zentralen Zukunftsthemen. Wir werden uns Gedanken machen müssen, wie sich die Energiewende ausweiten lässt und welche Rolle etwa Erdgas dabei spielt.

Als Verband sind wir dabei auf den Input unserer Mitglieder angewiesen. Wir freuen uns daher, dass wir 2015 sieben neue Unternehmen im bne begrüßen durften: Genek, SAG Smart Grids Services, Gas Natural, BEEGY, AKTIF Technology, EnerNOC und ubitricity. Diese Unternehmen stehen für ganz unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen und stärken damit den bne als den Vertreter einer neuen Energiewirtschaft.

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Robert Busch

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